JuLis warnen vor Raubbau am Leistungsprinzip in der Bildungspolitik

Hannover, 13. Januar 2026 Die Jungen Liberalen Niedersachsen kritisieren die Entscheidung des Kultusministerium Niedersachsen, das schriftliche Dividieren aus dem Grundschulunterricht auszulagern und erst in Klasse 5 verbindlich vorzusehen. Die Begründung einer angeblich „besonderen Fehleranfälligkeit“ offenbare kein didaktisches Update, sondern ein politisches Problem: Statt Leistungsdefizite strukturell anzugehen, senkt die Landesregierung den Anspruch. Das sei kein Einzelfall, sondern Ausdruck einer grundsätzlichen leistungsfeindlichen Schieflage in der niedersächsischen Bildungspolitik.

„Lehrpläne sind keine Schonräume. Wenn das Kultusministerium seine Entscheidung mit einer angeblich besonderen Fehleranfälligkeit begründet und den Stoff in die 5. Klasse verschiebt, ist das ein Eingeständnis des eigenen Scheiterns“, erklärt Joris, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Niedersachsen. „Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Schülerinnen und Schüler überfordert sind, sondern warum. Wo werden falsche Prioritäten gesetzt? Wo fehlt es an Struktur, an Zeit und an Anspruch?“

Dass Niedersachsen im IQB-Bildungstrend nur noch Platz 13 belege, sei vor diesem Hintergrund kein Zufall, sondern Ausdruck linker Bildungspolitik seit 2013. „Es geht hier nicht um die schriftliche Division. Es geht darum, dass die Landesregierung auf sinkende Leistungen mit sinkenden Erwartungen reagiert. Anspruchsabfall als Antwort auf Leistungsabfall darf aber nie die Lösung sein“, so Stietenroth weiter. Eine Ausbildung auf hohem Niveau sei die Grundlage von Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und individuellem Aufstieg. Umso problematischer sei eine Bildungspolitik, die jungen Menschen immer weniger zutraue, statt sie konsequent zu befähigen.

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Paul Lanwer

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