Junge Liberale Niedersachsen kritisch gegenüber Plänen zu verlängertem Abitur

Niedersachsen. Das Kultusministerium stellte jüngst Pläne zur Flexibilisierung der Schulzeit vor. Demnach solle künftig auch ein Abitur nach 14 Jahren möglich sein, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, in eigenem Tempo zu lernen.

„Was nach einem sinnvollen Vorschlag klingt, offenbart sich bei genauerer Betrachtung als schlecht durchdachtes Konzept der Kultusministerin. Geht es nach den Plänen von Rot-Grün, werden die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen bald frühstens mit 21, nach absolviertem sozialem Pflichtjahr, in das Studium starten können. Einer grundsätzlichen Aufweichung des Lernplans, hin zu mehr individueller Förderung, stehen wir ausgesprochen positiv gegenüber. Der Vorschlag aus dem Kultusministerium verfehlt hingegen die Ursache des Problems“, meint Nadin Zaya, Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Niedersachen.

Die Landesregierung begründet den Vorschlag mit dem Wegfall von großem Leistungsdruck und permanentem Stress für die Schülerinnen und Schüler. In Niedersachen steigt der Anteil an Bestnoten für das Abitur seit Jahren kontinuierlich an. So erreichen mittlerweile mehr als 30% der Abiturienten eine Durchschnittsnote von 2,0 oder besser. Der Trend von immer besseren Noten und mehr Abschlüssen zeigt sich auch bundesweit.

„Wir müssen endlich mehr darüber sprechen, wie wir individuelle Stärken besser fördern. Dazu gehört es auch in den Gymnasien regelmäßig auf die Alternativen zur Allgemeinen Hochschulreife und einem Studium hinzuweisen. Die Landesregierung versäumt es die Ausbildung endlich gleichwertiger zu einem Studium zu gestalten. Wir haben in Niedersachsen definitiv nicht das Problem eines zu anspruchsvollen Abiturs. Vielmehr ist das System nicht mehr zeitgemäß und das Abitur verliert seit Jahren massiv an Aussagekraft über die Qualifikation einer Schülerin oder eines Schülers. Wenn wir bereits vor der Oberstufe mehr Wahlfreiheit zuließen, würden wir den Lernspaß und die Motivation fördern, ohne dabei den Leistungsanspruch zu verringern“, schließt Zaya ab.

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